Steuerrecht
Rückmeldepflicht bei Corona-Soforthilfen: Der drohende Subventionsbetrug
Einst mit dem Marketingspruch „Einfach einreichen und abhaken“ beworben, wird das Thema Corona-Soforthilfen im dritten Pandemiejahr für eine Vielzahl von Freiberuflern und kleinen Betrieben und deren Berater nochmal relevant. Wir klären auf, woran das liegt, welche Strafbarkeitsrisiken bestehen und was jetzt durch Beraterinnen und Berater sowie deren Mandanten zu tun ist.
Wann ist der Straftatbestand des Subventionsbetruges einschlägig?
Praxistipp: Dabei ist eine Strafbarkeit wegen Subventionsbetrugs schon durch die falschen Angaben möglich.
Um Risiken der Strafbarkeit auszuschließen, muss in einem ersten Schritt für das Thema Rückmeldeverfahren bei Corona-Soforthilfen sensibilisiert werden.
Steuerlicher Praxistipp: Die Corona-Soforthilfen waren im Jahr der Auszahlung als steuerpflichtige Betriebseinnahmen zu berücksichtigen. Sofern nun ein Teil der Soforthilfen wieder zurückerstattet wird, kann diese Rückerstattung im Jahr der Rückzahlung als Betriebsausgabe geltend gemacht werden.
Praxisticker Nr. 796
Erscheinungsdatum:
Trotz sorgfältiger Datenzusammenstellung können wir keine Gewähr für die
vollständige Richtigkeit der dargestellten Informationen übernehmen. Bei weiteren Fragen
stehen wir Ihnen im Rahmen unserer Berufsberechtigung jederzeit gerne für eine
persönliche Beratung zur Verfügung.
Ansprechpartner
Maximilian Krämer LL.M.
Rechtsanwalt · Fachanwalt für Steuerrecht · Zertifizierter Berater im Steuerstrafrecht · Strafverteidiger
Weiterlesen
Zweitwohnungsteuer: Was passiert, wenn die Satzung Ihrer Gemeinde unwirksam ist?
Eine Zweitwohnungsteuersatzung fiel, eine hielt bis zum Bundesverwaltungsgericht. Woran sich das entscheidet und warum die Rechtsbehelfsfrist über Ihren Bescheid entscheidet.
Wie läuft ein Steuerstrafverfahren ab? Teil 1: Einleitung und Ermittlung
Steuerstrafverfahren Teil 1: Wer ermittelt, wann das Verfahren eingeleitet ist, was im Ermittlungsverfahren geschieht und was daneben im Steuerfall läuft.
Untreue im Unternehmen: Wann wird aus einer Fehlentscheidung eine Straftat?
Untreue nach § 266 StGB trifft Geschäftsführer und Vorstände. Wo die Grenze zwischen unternehmerischem Ermessen und Straftat verläuft und was der Nachteil ist.